Lob für Kinder ist wichtig für das Lernen
Kinder bis zum achten Lebensjahr lernen ihnen gestellte Aufgaben nur durch Lob und positive Rückmeldung, wenn sie es richtig gemacht haben. Anders hingegen ist dies bei Kindern ab dem zwölften Lebensjahr. Für diese ist es nachvollziehbar, etwas falsch gemacht zu haben. Dies hat jetzt eine Forschergruppe der Universität in Leiden herausgefunden.
Somit bestätigte die Untersuchung frühere Ergebnisse, dass die Lernstrategie von Kindern stark mit positiven Feedback verknüpft ist. Negatives Feedback ist für junge Kinder und Kleinkinder nicht nachzuvollziehen da das Denkschema ein anderes ist als bei Erwachsenen. Sind die Kinder allerdings im Alter von etwa 12 Jahren, wird die Lernstrategie komplett verändert und die negative Rückmeldung stellt erweist sich als sinnvoll.
Konkret heißt das, man solle Kinder nicht mit Sätzen wie “Das hast du falsch gemacht” konfrontieren, da die Kleinen dies nicht verstehen werden. Es ist deshalb einzig und alleine richtig, die Kinder zu loben wenn sie etwas richtig gemacht haben.
Das einmalige an der neuen Untersuchung der Neurowissenschaftler der Universität ist jedoch nicht etwa die Erkenntnis, dass kleine Kinder nur auf positives Feedback anspringen, sondern, dass sich das Denkmuster im Alter von 12 Jahren drastisch ändert. Dieses hält bis ins Erwachsenen-Alter an.
Quelle: Eveline Crone - Journal of Neuroscience, Bd. 28, S. 9495